Aktuelle Daten zur doppelten Staatsbürgerschaft

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Zur Entstehung dieser Grafik:

Die Darstellung beruht auf den Daten der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Die Grünen“ vom 6.9.2016 (Bundestagsdrucksache 18/9554)  .

Zur Berechnung wurde die Tabelle auf S. 3 der Drucksache zugrunde gelegt und um die dort nicht aufgeführten „Sonstigen Zweitstaaten“ , die sich aus der Differenz zwischen den berichteten 20 häufigsten Herkunftsländern und der Gesamtzahl der Doppelstaatler/-innen von 4,26 Mio. laut Zensus 2011 (S. 2) ergeben, ergänzt. Da die Gesamtzahl nicht genauer angegeben wurde, sind Rundungsdifferenzen wahrscheinlich. Der besseren Übersicht halber sind in der obigen Grafik nur die 6 häufigsten Herkunftsländer einzeln aufgeschlüsselt, die restlichen mit Anteilen von jeweils unter 4% sind mit den „Sonstigen Zweitstaaten“ zusammengefasst worden.

Schließlich wurden die Prozentanteile nach inhaltlichen Gesichtspunkten gruppiert, um die Unterteilung in „Aussiedlerländer“ und „Anwerbeländer“ zu illustrieren. Die inhaltlichen Kriterien hierfür stammen aus dem Wikipedia-Artikel“ Aussiedler und Spätaussiedler“ und einer Publikation des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, sowie denjenigen über die Anwerbeabkommen mit der Türkei und Italien. Beide Ländergruppen sind insofern nicht vollständig sauber abgegrenzt, als sich unter den „Sonstigen Ländern“ sowohl Anwerbe- als auch Aussiedlerstaaten, sowie Mischstaaten (z.B. ehemaliges Jugoslawien) befinden. Es ist damit nicht gesagt, dass alle Doppelstaatler der jeweiligen Ländergruppe (Spät-)Aussiedler oder „Gastarbeiter“ bzw. deren Nachfahren sind. Mit Recht kann aber wohl vermutet werden, dass diese beiden Migrationsprozesse sich in erheblichem Ausmaß in den berichteten Daten wiederfinden.

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